Aktuelles

Der Dialog wird fortgesetzt

Am 31. Mai findet die 2. Nationalen Strategiekonferenz „Innovationen in der Medizintechnik“ in Berlin statt. Dieser Dialog findet im Rahmen des Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ statt. Diesen Prozess haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2011 gemeinsam ins Leben gerufen. Im Kern geht es darum, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu steigern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Medizintechnik zu stärken.

Auftakt der Konferenz bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung: Herausforderungen und Chancen für die Medizintechnik“. Neben den Staatssekretären Dr. Georg Schütte (BMBF), Lutz Stroppe (BMG) und Matthias Machnig (BMWi) werden Vertreter aus Industrie und Gesundheitswesen auf dem Podium diskutieren. Danach werden im Rahmen von sechs parallel laufenden Arbeitsgruppen folgende Themen behandelt:

  1. Beteiligung der Bundesländer an einer Innovationspolitik aus einem Guss
  2. Innovationssysteme im internationalen Wandel
  3. Der Innovationsprozess am Standort Deutschland
  4. Künftige Rolle der Medizintechnik in einer digitalen Gesundheitsversorgung
  5. Innovative Kooperationsmodelle in Forschung und Versorgung
  6. Innovationsfinanzierung in der Medizintechnik

Die Konferenz endet mit einem Abschlussplenum.


Dezember 2014

Messestand der Bundesregierung auf der Medica 2014

Der öffentlichen Hand in der Medizintechnik ein Gesicht geben

Zum zweiten Mal präsentierte sich die Bundesregierung mit einem eigenen Stand auf der MEDICA, die vom 12. bis 15. November 2014 in Düsseldorf stattfand. Das Beratungsangebot zu Fragen rund um den Innovationsprozess stieß auf reges Interesse der Besucher. Die Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ organisierte den Stand im Aufrag des Bundesforschungsministeriums.

Reges Treiben herrschte am Stand der Bundesregierung, den das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf der MEDICA vom 12. bis 15. November 2014 in Düsseldorf verantworteten. Die Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“, die bei der VDI Technologiezentrum GmbH am Standort Berlin in Kooperation mit Forum MedTech Pharma e.V. angesiedelt ist, organisierte den Messeauftritt. In dessen Mittelpunkt stand ein umfassendes Informationsangebot rund um die Aktivitäten der öffentlichen Hand auf dem Gebiet der Medizintechnik. „Als BMBF-Projektträger Gesundheitswirtschaft ist es uns ein zentrales Anliegen, mehr Transparenz in die administrativen Prozesse von der Forschung über Zulassung und Erstattung von Medizinprodukten zu bringen“, erklärt Dr. Oliver Bujok, der zugleich die Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess leitet. „Der Strategieprozess hat klar herausgestellt, dass der Informationsaustausch zwischen privatem Sektor und öffentlicher Hand erhöht werden soll. Das BMBF hat uns deshalb beauftragt, dieses Informationsangebot zu organisieren. Wir freuen uns, dass so viele Institutionen der öffentlichen Hand unserem Aufruf gefolgt sind und Mitarbeiter entsendet haben, die für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen.“

Stand der Bundesregierung auf der Medica 2014 mit Messebesuchern.

Akteure aus Wirtschaft, Gesundheitsversorgung und Wissenschaft nutzten die Chance auf persönliche Begegnungen mit Vertretern der öffentlichen Hand. „Dass die Bundesregierung spezielle Fördermaßnahmen speziell für die Medizinprodukte-Branche auflegt und auf der MEDICA offensiv darüber informiert, ist ein großartiges Bekenntnis zur Medizintechnik“, sagt Peter Halwachs, Managing Director der Wiener Life Sciences-Plattform LISAvienna. „Wir glauben, dass dieser Messeauftritt ein geeignetes Instrument ist, um mit Akteuren der Medizintechnik-Branche ins Gespräch zu kommen“, sagt Dr. Dietrich Sonntag von der Geschäftsstelle des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Seine Kollegin, Dr. Annette Reuter, ergänzt, dass der Kenntnisstand der Besucher ganz unterschiedlich gewesen sei. „Während manche schon bis ins kleinste Detail darüber Bescheid wussten, wie Methoden und Medizinprodukte in die Versorgung kommen, hatten andere noch nie etwas von der Erprobungsregelung gehört. Der Gemeinsame Bundesausschuss bedankt sich für die Möglichkeit, als Selbstverwaltung die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Partnern des Gesundheitswesens zu bekommen." „Sehr positiv“ bewertet Dr. Wolfgang Lauer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seine Gespräche mit MEDICA-Besuchern. „Der Stand hat dazu beigetragen, den Institutionen der öffentlichen Hand ein Gesicht zu geben.“

Neben den Gesprächen war das Webportal www.medizintechnologie.de, die Nationale Informationsplattform Medizintechnik, Schwerpunkt der Standaktivitäten. „Gerade in der Kombination der Angebote des BMBF für die Medizintechnikbranche – also Förderinformation auf der einen und die Nationale Infoplattform Medizintechnik auf der anderen Seite – lag eine der Stärken des diesjährigen Auftritts“, stellt Technologieberater Dr. Michael Henke vom BMBF-Projektträger Gesundheitswirtschaft fest. Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle präsentierten das Webportal an zwei großen Bildschirmen. „Ich kenne keine bessere Plattform, die mir einen so schnellen und kompakten Überblick über die Branche bietet.“, urteilt Peter Halwachs über Medizintechnologie.de. Die Infoplattform ist eine Initiative des BMBF und setzt ebenso wie der MEDICA-Auftritt eine der zentralen Handlungsempfehlungen des Nationalen Strategieprozesses um: Als neutrale Informationsquelle vermittelt sie Wissen rund um das Thema Innovation und vernetzt die Akteure der Medizintechnikbranche. Sie wird von der Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess, angesiedelt am Standort Berlin der VDI TechnologiezentrumGmbH, in Kooperation mit Forum MedTech Pharma e.V., Nürnberg, betrieben.

 


September 2014

Messestand der Bundesregierung auf der Medica 2014

Die Bundesregierung - Medizintechnik in Deutschland
Fördern. Beraten. Informieren.

Düsseldorf, Messegelände, 12.-15. November 2014

Medica Halle 12/F68

„Die Bundesregierung – Medizintechnik in Deutschland“ – unter diesem Motto präsentieren sich die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Gesundheit (BMG) und für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Medica in Düsseldorf. In Halle 12 am Stand F68 stehen Vertreter aller am Innovationsprozess Medizintechnik maßgeblich beteiligten Behörden und der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen persönlich für konkrete Auskünfte und Informationsgespräche zur Verfügung.

Der Stand setzt eine Handlungsempfehlung des Nationalen Strategieprozesses Medizintechnik um: die zentrale Information und Beratung von Innovatoren. Sie erhalten hier Erstinformationen zu allen relevanten Schritten von der Forschung bis zur Marktüberwachung. Individuelle Auskünfte zu den Arbeitsfeldern der verschiedenen Institutionen und fachliche Beratung aus erster Hand geben einen Überblick über die Rahmenbedingungen des Innovationsprozesses. Erstmals ist dieses Jahr eine vorherige Terminvereinbarung für 10-minütige Gespräche möglich.

Der zweite Schwerpunkt des Messestandes ist die Nationale Informationsplattform Medizintechnik, www.medizintechnologie.de, zentrale Informationsdrehscheibe und Online-Community-Portal der Bundesregierung für Innovationen in der Medizintechnik. Flankiert von einem Informationsdienst mit Nachrichten und Dossiers sowie einer umfangreichen Akteursdatenbank wird ein Lotsendienst Hilfe bei allen Fragen rund um den Innovationsprozess anbieten. Auch hier besteht die Möglichkeit, mit Mitarbeitern über die Inhalte sowie aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Webseite zu diskutieren.

Der Stand der Bundesregierung wird von der VDI Technologiezentrum GmbH als Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess und BMBF-Projektträger für Gesundheitswirtschaft unterstützt. Die Medica, die vom 12. bis 15. November in Düsseldorf stattfindet, ist die weltgrößte internationale Fachmesse für Medizintechnik, Laborausstattung, Diagnostika und Arzneimittel. Wie in den vergangenen Jahren werden mehr als 4.500 Aussteller und 130.000 Fachbesucher aus allen Teilen der Welt erwartet.

 


Berlin, 22.05.2014

Gemeinsame Pressemitteilung

Strategiekonferenz zu Innovationen in der Medizintechnik

Neue Internetplattform bündelt wichtige Informationen

Heute findet in Berlin die Strategiekonferenz Medizintechnik statt. Mehr als 200 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen werden zu der Konferenz erwartet, zu der die Bundesregierung eingeladen hat. Die Staatssekretäre des Bundesforschungs-, des Bundesgesundheits- und des Bundeswirtschaftsministeriums werden mit den Teilnehmern über die aktuellen Herausforderungen der Branche diskutieren. Die drei Bundesministerien sind Initiatoren des 2011 begonnenen Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“. Die Staatssekretäre Dr. Georg Schütte, Lutz Stroppe und Stefan Kapferer bekräftigten vor Beginn der Veranstaltung das Ziel, den Dialog zu Innovationen in der Medizintechnik gemeinsam weiter zu führen.

Auf der Konferenz stellen die Staatssekretäre heute auch die neue Informationsplattform medizintechnologie.de vor. Die Plattform soll künftig alle wichtigen Informationen zum Innovationssystem Medizintechnik bündeln, einen Überblick über Forschung, Förderung und Regulation erleichtern und so den Akteuren der Branche sowie der interessierten Öffentlichkeit den Zugang zu einem hochinnovativen, aber komplexen Industriethema erleichtern.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Georg Schütte: „Für das BMBF waren die Handlungsempfehlungen aus dem Strategieprozess in den vergangenen zwei Jahren eine wichtige Leitlinie. Wir haben zum Beispiel Fördermaßnahmen zu den dringlichen Themen Mehrfacherkrankungen und individualisierte Medizintechnik auf den Weg gebracht; das Budget für die Maßnahme KMU-innovativ haben wir verdoppelt, um signifikante Investitionen in Forschung und Entwicklung bei kleinen und mittleren Firmen anzustoßen. Mit einer weiteren Fördermaßnahme wollen wir nun dazu beitragen, dass sich neue Medizinprodukte noch stärker als bisher am tatsächlichen Versorgungsbedarf ausrichten. Hierfür sind industriell orientierte Infrastrukturen in Kliniknähe von besonderer Bedeutung. Kliniker, Unternehmer und Investoren müssen vor Ort die Möglichkeit erhalten, gemeinsam innovative Produkte im klinischen Umfeld zu entwickeln und zu erproben. Für den Aufbau solcher Industrie-in-Klinik-Plattformen stellen wir in den kommenden vier Jahren bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung.“

Der Staatssekretär Lutz Stroppe im Bundesministerium für Gesundheit: „Wir wollen eine Gesundheitsversorgung auf technologisch und qualitativ hohem Niveau. Ziel ist es, dass alle Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung auch in Zukunft vom medizinischen Fortschritt profitieren. Wir wollen Innovationen im Interesse einer guten Patientenversorgung fördern, ohne dabei die Sicherheit von Medizinprodukten und die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems aus dem Blick zu verlieren. Deshalb haben wir den Probebetrieb des Endoprotheseregisters Deutschland (EPRD) gefördert. Wir werden dessen weitere Entwicklung begleiten und unterstützen. Eine verstärkte Nutzung von Registern für Medizinprodukte ist für uns mit Blick auf eine bessere Qualität in der Gesundheitsversorgung ein wichtiges Thema.“

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Stefan Kapferer: „Wir wollen Deutschland weiter zum Leitmarkt und Leitanbieter für Gesundheitswirtschaft entwickeln. Längst ist der Export für viele Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft mindestens so wichtig wie das Inlandsgeschäft. Um die Akteure noch besser bei ihrem Weg auf die Auslandsmärkte zu unterstützen, hat das BMWi seit 2011 die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft etabliert. Im Bereich der Gesundheitsforschung und Medizintechnik wurden in den letzten sechs Jahren mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) etwa 1.700 Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von 225 Millionen Euro unterstützt.“

Den Schlusspunkt der Konferenz bildet der Ausblick auf die MEDICA 2014, der wichtigsten Fachmesse der Branche, auf der die drei Ressorts wieder mit einem gemeinsamen Stand vertreten sein werden.


Januar 2014

Als Fortsetzung zum Nationalen Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" findet

am 22. Mai 2014 in Berlin

die Nationale Strategiekonferenz Medizintechnik als ganztägige Veranstaltung statt.

Bitte merken Sie sich den Termin vor. Weitere Informationen zum Anmeldeportal und konkreten Angaben zu Ablauf und Inhalten folgen in Kürze.


21.11.2013

Im Fokus: Innovationsstandort Deutschland

Mit mehr als 1.000 deutschen Unternehmen präsentiert sich Deutschland auf der Medica als Medizintechnik-Innovationsstandort Nummer eins. Wie dieses Niveau auch künftig weiter gehalten werden kann, darüber haben Vertreter der Bundesregierung und der Industrie auf einer Podiumsdiskussion beim „Medica Tech Forum“ am 20. November diskutiert.

Alle waren sich einig, dass es gilt, den im Jahr 2011 gestarteten Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ fortzusetzen. Als sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit diente auf der diesjährigen Medica der gemeinsame Stand der Bundesregierung in Halle 12. „Mit dem vor einem Jahr veröffentlichten Bericht wird kein Schlussstrich unter den Strategieprozess gezogen“, betonte Bärbel Brumme-Bothe, Abteilungsleiterin Lebenswissenschaften im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), bei der Podiumsdiskussion. „Wir sind jetzt dabei, die in dem Bericht formulierten Handlungsempfehlungen Schritt für Schritt anzugehen.“ So wurde im BMBF nicht nur das Budget für die Fördermaßnahme „KMU-innovativ Medizintechnik“ verdoppelt, sondern bereits eine erste Fördermaßnahme zum Thema Mehrfacherkrankungen veröffentlicht, für die sich Interessenten noch bis 30. November um Fördergelder bewerben können. „Auf der Basis der Empfehlung aus dem Strategieprozess, die Förderung künftig markteffektiv und am Bedarf orientiert auszurichten, arbeiten wir derzeit auch an einer neuen Förderinitiative Medizintechnik“, sagte Brumme-Bothe.

Bärbel Brumme-Bothe, Thomas Ilka und Stefan Kapferer am Stand der Bundesregierung
Abbildung 1: Präsentierten den gemeinsamen Stand der Bundesregierung: Thomas Ilka (BMG, links), Bärbel Brumme-Bothe (BMBF) und Stefan Kapferer (BMWi). Foto: Eric Lichtenscheidt

Wachstum mit neuen Märkten

Aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wird es künftig zudem darum gehen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Medizintechnik-Branche noch weiter zu stärken. Schon jetzt erwirtschaften deutsche Firmen ihren Umsatz zu 68% mit dem Export ihrer Produkte, wie aktuelle Zahlen des Branchenverbandes Spectaris belegen. „Diese Exportausrichtung müssen wir unterstützen und überprüfen, in welche Märkte neue Wachstumspotenziale gehoben werden können“, sagte BMWi-Staatssekretär Stefan Kapferer mit Blick auf die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft seines Hauses. Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft (www.exportinitiative-gesundheitswirtschaft.de) unterstützt unter der Dachmarke "Health - Made in Germany" deutsche Unternehmen mit vielfältigen Maßnahmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten.

Podiumsdiskussion mit Vertreter der Bundesregierung im "Medica Tech Forum" 2013 über den Innovationsstandort Deutschland
Abbildung 2: Im "Medica Tech Forum" hatte der Industrieverband Spectaris die Vertreter der Bundesregierung zur Diskussion über den Innovationsstandort Deutschland eingeladen. Foto: Eric Lichtenscheidt

Qualität der Benannten Stellen verbessern

Für die regulatorischen Rahmenbedingungen eines Innovationsstandorts Deutschlands machte sich Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), stark. „Wir haben Innovationen und Know-how in Deutschland, aber wir haben auch ein gemeinsam zu verantwortendes Gesundheitssystem“, sagte er mit Blick auf die Bezahlbarkeit neuer Produkte. Angesichts des Vorschlags des Europäischen Parlaments zur Neuregelung der Medizinprodukte-Verordnung mahnte er, stets das Gesamtsystem im Blick zu haben. „Ein Systemwechsel bei der Zulassung von Medizinprodukten wird aus Sicht der Bundesregierung keinen Mehrgewinn an Patientensicherheit bringen. Allerdings müssen wir die Qualität der Benannten Stellen verbessern.“ Wie die Verhandlungen mit den Vertretern der anderen EU-Mitgliedsstaaten im Ministerrat verlaufen werden, darüber wagte Ilka noch keine Prognose.

Industrie mit Strategieprozess zufrieden

Vertreter der Industrie plädierten ebenfalls für eine Optimierung bestehender Zulassungsregeln. „Dass die Chinesen derzeit überlegen, von einem zentralen Zulassungssystem auf unser System der Benannten Stellen umzustellen, sollte für uns der Hinweis sein, dass wir gar nicht so verkehrt liegen“, sagte Christian O. Erbe, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik. Insgesamt zeigte sich die Wirtschaft zufrieden, dass es mit dem Strategieprozess in Deutschland überhaupt gelungen ist, die Medizintechnik als Branche sowie mögliche Hürden für den Innovationsstandort auf die politische Agenda zu setzen. „Wir haben es sehr begrüßt, dass sich hier alle relevanten Ressorts zusammengetan haben und hoffen, dass die Zusammenarbeit aller drei Häuser auch mit der neuen Bundesregierung fortgesetzt wird“, sagte Michael Scherf vom Fachverband Medizintechnik im Industrieverband Spectaris.

Die Podiumsdiskussion bildete den Abschluss eines einstündigen Messerundgangs der Regierungsvertreter. Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Technologien und Entwicklungen an einzelnen Unternehmensständen zu informieren. Darüber hinaus konnten sie sich am Stand der Bundesregierung einen Überblick über die für die Medizintechnik-Branche relevanten Informations-, Beratungs- und Förderangebote aller Ministerien sowie einzelner regulatorischer Stellen verschaffen. Außerdem wurde über den aktuellen Status der in Arbeit befindlichen Webseite www.medizintechnologie.de berichtet. Der Austausch zwischen Bundesregierung und Branchenvertretern wird aber auch künftig weitergehen. Für Mai 2014 wurde eine Strategiekonferenz Medizintechnik angekündigt. (sw)


31.10.2013

Messestand auf der Medica

Die Bundesregierung - Medizintechnik in Deutschland - Förderung, Beratung und Information

Ort:

20.-23. November 2013

Medica Halle 12/E7

Düsseldorf

Medica 2013 – Die internationale Medizintechnik zu Gast in Düsseldorf

Vom 20. bis 23. November 2013 findet in Düsseldorf die Medica statt, die weltgrößte internationale Fachmesse für Medizintechnik, Laborausstattung, Diagnostica und Arzneimittel. Mehr als 130.000 Fachbesucher aus allen Teilen der Welt werden in der Rheinmetropole erwartet, mit dabei ist auf dem Stand der Bundesregierung auch das VDI Technologiezentrum (VDI TZ) als BMBF-Projektträger für Gesundheitswirtschaft.

In Halle 12 unterstützt das VDI TZ die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie Gesundheit (BMG) auf dem Stand 12/E07 „Die Bundesregierung - Medizintechnik in Deutschland“. Gezeigt wird ein umfangreicher Überblick über öffentliche Förderungs-, Beratungs- und Informationsangebote für Innovatoren am Standort Deutschland. Diese Angebote der nachgeordneten Behörden und Institutionen reichen von den Themen Forschung und Entwicklung über die Konformitätsbewertung und Zertifizierung bis hin zu Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung und die Erschließung ausländischer Märkte. Neben Mitarbeitern des VDI TZ werden am Messestand zeitweilig Vertreter aller am Innovationsprozess Medizintechnik maßgeblich beteiligten Behörden und der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertreten sein.

Gesprächsrunde zum Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“

Im Medica Tech Forum findet zudem am Eröffnungstag eine Gesprächsrunde zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ statt, den das VDI TZ in Berlin als Geschäftsstelle betreut. Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der Medica sind die am Strategieprozess beteiligten Staatssekretäre der drei Bundesministerien, Georg Schütte (BMBF), Stefan Kapferer (BMWi) und Thomas Ilka (BMG), sowie die Vorstände der Branchenverbände ZVEI und SPECTARIS, Herr Erbe und Herr Scherf.

  • Für weitere Informationen: Profilseite des Standes der Bundesregierung auf der Medica 2013
  • Zeitplan der Standbesetzung am Stand der Bundesregierung zum Download: PDF-Dokument

E-Mail-Adresse für weitere Informationen: info@strategieprozess-medizintechnik.de


16.07.2013

Ein guter Tag für die Medizintechnik in Deutschland

Aesculap feiert Richtfest für ein neues Mehrzweckgebäude am Standort in Tuttlingen

Abbildung:  Die Beteiligten von links nach rechts: Projektleiter Rudolf Zepf; Moderator Rino Woyczyk (Fa. Dress  & Sommer); Stefan Bär, Landrat Landkreis Tuttlingen; Polier; Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Aesculap AG; Polier; Michael Beck, Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen; Fraktionsvorsitzender Volker Kauder; Staatssekretär Dr. Georg Schütte; Thomas Frauenkron, Architekt (RSE Kassel); Dr.  Harald Stallforth, Mitglied des Vorstands Aesculap AG; Dr. Joachim Schulz, Mitglied des Vorstands Aesculap AG

Aesculap feiert Richtfest für ein neues Mehrzweckgebäude am Standort in Tuttlingen. Der Grundtenor der Veranstaltung war - ganz im Sinne des nationalen Strategieprozesses - ein klares Bekenntnis zum Standort und zu Innovationen am Standort Deutschland. Bei einem Rundgang durch Aesculap konnte sich Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), beispielhaft von der Leistungsfähigkeit der Medizintechnik-Branche überzeugen. Herr Schütte versicherte den Anwesenden: "Das BMBF ist dabei, die Ergebnisse des Strategieprozesses Medizintechnik Schritt für Schritt umzusetzen. Dazu gehören die Verdopplung der Fördermittel für kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Medizintechnik, die Informationsplattform Medizintechnik und am Ende des Jahres die Vorstellung eines Förderprogramms Medizintechnik, das derzeit mit vielen Partnern der Community erarbeitet wird".  Mit zünftiger Musik und einer ordentlichen Vesper klang das Richtfest aus.


26.06.2013

Innovationsförderung für die Medizintechnik von morgen

Podiumsdiskussion auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013 mit Staatssekretär im BMBF Dr. Georg Schütte, Dr. Ute Brauer (B. Braun Melsungen AG) und Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse)

Abbildung: Im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013 diskutierten unter anderem der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte, Dr. Ute Brauer (B. Braun Melsungen AG) und Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse) über den Medizintechnologie-Innovationsstandort Deutschland

„Ist Deutschland ein Innovationsstandort für Medizintechnologie?“, dieser Frage wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit nachgegangen. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Axel Ekkernkamp nahmen der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte, Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse), Dr. Ute Brauer (B. Braun Melsungen AG), Prof. Dr. Dr. h.c. Peter C. Scriba (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer) und Dr. Hans-Jürgen Wildau (BIOTRONIK SE&Co. KG) an der Diskussion teil. Sts. Dr. Georg Schütte erläuterte dabei neue Wege der Innovationsförderung für die Medizintechnik von morgen. Wachsende Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich der Regulierung und Erstattung, erfordern ein „konstruktives Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesundheitswesen und Forschung“. Dem will das BMBF mit der geplanten Förderinitiative Medizintechnik gerecht werden. Das heißt, „gezielt eine am Bedarf ausgerichtete, systemorientierte sowie anwendungsnahe Forschung zu unterstützen, damit künftig mehr Innovationen bei den Patienten und Patientinnen ankommen“. Basierend auf den Ergebnissen aus dem Nationalen Strategieprozess Medizintechnik, die Ende 2012 im Schlussbericht veröffentlicht wurden, will das Förderprogramm die „Verzahnung der Medizintechnik mit anderen Branchen, wie der IT- oder Pharmaindustrie“ vorantreiben. Der Wandel der Industrie zum Anbieter von System- und Komplettlösungen soll dabei aktiv unterstützt werden.

Bereits in Vorbereitung ist die neue Fördermaßnahme zu „Medizintechnischen Lösungen bei Mehrfacherkrankungen“, die noch im Sommer 2013 veröffentlicht werden soll. Multimorbidität, wie die Experten das Phänomen auch benennen, ist eine der großen aktuellen Herausforderungen in unserem Gesundheitswesen. Die Medizintechnik kann hier ein wichtiger Impulsgeber für innovative Lösungen sein, bei denen insbesondere „nachhaltige, schonende und nebenwirkungsarme Behandlungskonzepte gefragt sind, die überdies die Finanzierbarkeit im Gesundheitswesen nicht aus dem Blick verlieren“.

Im Rahmen einer „Nationalen Informationsplattform Medizintechnik“ soll der Dialog, der durch den Nationalen Strategieprozess für Medizintechnik angestoßen wurde, gemeinsam mit dem Bundeswirtschafts- und Bundesgesundheitsministerium fortgeführt werden. Die geplante Website soll einen schnellen Überblick über aktuelle Trends, Akteure und Förderaktivitäten bieten und insbesondere einen Lotsendienst für Innovatoren bereitstellen, der Themen von Forschung bis zur Erstattung transparent und übersichtlich darstellt.


8.11.2012

Pressemitteilungen zum Schlussbericht

Nationaler Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik"

Gemeinsame Pressemitteilung zum Schlussbericht Nationaler Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik"

E-Mail-Adresse für weitere Informationen: info@strategieprozess-medizintechnik.de


6.11.2012

Messegespräch auf der Medica

Nach dem Nationalen Strategieprozess Medizintechnik – Wie gelingt der Spagat zwischen Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Wirtschaftlichkeit des Gesundheitssystems?

Ort:

14. November 2012 um 11:15 Uhr

Tech Forum auf der Medica Halle 12/C67

Düsseldorf

Von Seiten der Bundesressorts nehmen Teil: Dr. Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Ernst Burgbacher (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus), Thomas Ilka (Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit)

Von Seiten der Branchenverbände sind vertreten: Matthias Borst (Geschäftsführer Becton Dickinson GmbH / Vorstandsvorsitzender Verband der Diagnostica-Industrie e. V.), Jochen Franke (General Manager Philips GmbH (Unternehmensbereich Healthcare) Deutschland, Österreich, Schweiz / Vorsitzender ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik), Dr. Kai Kück (Leiter der Forschung Drägerwerk AG & Co. KGaA / SPECTARIS-Mitglied im Lenkungskreis Nationaler Strategieprozess), Dr. Meinrad Lugan (Vorstandsmitglied B. Braun Melsungen AG / Vorstandsvorsitzender Bundesverband Medizintechnologie e. V.)

E-Mail-Adresse für weitere Informationen: info@strategieprozess-medizintechnik.de


30.10.2012

Pressekonferenz

Nationaler Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik"

Ort:

08. November 2012 um 11:30 Uhr

im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin, Haus A, Saal K3

Von Seiten der beteiligten Bundesressorts nehmen teil: Dr. Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Ernst Burgbacher (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus), Thomas Ilka (Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit).

Von Seiten des Lenkungskreises sind weiterhin vertreten: Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann (Universitätsmedizin Greifswald), Dr. Michael Kuhn (Philips Healthcare), Christoph Pannen (Techniker Krankenkasse), Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Peter C. Scriba (Bundesärztekammer).

E-Mail-Adresse für weitere Informationen: info@strategieprozess-medizintechnik.de


01.10.2012

3. Sitzung des Lenkungskreises

findet am 08.12.2012 statt. 

25.05.2012

2. Sitzung des Lenkungskreises

fand am 24.05.2012 statt. 

29.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 3

Heute fand die 2. Sitzung der AG 3 im BMG statt.

29.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 3

Heute fand die 2. Sitzung der AG 3 im BMG statt.

27.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 1

Heute fand die 2. Sitzung der AG 1 im BMBF statt.

21.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 5

Heute fand die 2. Sitzung der AG 5 im BMWi statt.

19.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 4

Heute fand die 2. Sitzung der AG 4 im BMG statt.

15.03.2012

2. Sitzung der Arbeitsgruppe 2

Heute fand die 2. Sitzung der AG 3 im BMWi statt.


21.11.2011

Beitrag im Hightech-Strategie Newsletter erschienen

In der aktuellen Ausgabe des Hightech-Strategie Newsletters der Bundesregierung wird über den Start des Nationalen Strategieprozesses berichtet.

 Screenshot der Newsletter-Webseite von hightech-strategie.de aus dem Jahr 2011

Abbildung: Screenshot der Newsletter-Webseite von hightech-strategie.de (2011)


17.11.2011

Vorstellung des nationalen Strategieprozesses auf der Medica 2011

Der Nationale Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" wurde heute auf der weltgrößten Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf im Rahmen des MEDICA VISION FORUM der Öffentlichkeit vorgestellt.

Präsentation zum Nationale Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" auf dem Forum der Medica 2011

Abbildung: Präsentation zum Nationale Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" auf dem Forum der Medica 2011.


20.10.2011

Erste Lenkungskreis-Sitzung mit offiziellem Start des Nationalen Strategieprozesses

Der Nationale Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" nimmt Formen an. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat heute gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Berlin ein hochrangig besetztes Gremium einberufen, das Expertise aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gesundheitswesen vereint. Dieser Lenkungskreis soll in den folgenden Monaten Fachleute entlang der gesamten Innovationskette zusammenführen, um gemeinsam Handlungsempfehlungen für eine kohärente Innovationspolitik in der Medizintechnik zu entwickeln.

Gemeinsame Pressemitteilung: